Warum ich keine Wildtiere mehr auflese...

Also rein fiktiv, mal angenommen, ich würde an einem Donerstag Nachmittag mit meinem Hund in Neuenhagen Gassi gehen. An einem ungenutzten Gebäude am Schulsportplatz findet mein Hund ein Fellknäuel. Und es bewegt sich noch. Also Mütze vom Kopf, Fellknäuel rein und ab nach Hause. Das Fellknäuel ist ein Waschbärenjunges, schon relativ groß, offensichtlich hilflos.
Also zu Hause angekommen, Telefonnummern raussuchen.
Ein Nabumitglied gibt mir den Tip, die nächste Wildtierstation anzurufen.
Dort schildere ich den Fall und bekomme als Antwort:

Um Gottes Willen, setzen Sie den wieder dahin aus, wo sie den her haben, wir nehmen den nicht, der hat Staupe. Revierförster oder Polizei. Oder lassen sie den einschläfern. 

Tierarzt bei einem Pflanzenhändler hier um die Ecke angerufen, nee, Waschbären behandeln die nicht .

Waschbären-Notruf, 0800er Nummer, dauerbesetzt.

Rein ins Auto, nach Berlin zu einem Tierarzt, der auch länger offen hat. 
 
Haben Sie schon den Waschbärennotruf versucht? Nein, wir schläfern den nicht ein, wenn wir nicht wissen, ob der gerettet werden kann. Hier haben sie die Adresse eines Wildtierarztes in Reinickendorf. Viel Glück.

Reinickendorf ist mir jetzt etwas weit.

Revierförster angerufen, nach 17:00 Anrufbeantworter.

Polizei angerufen.

Ja rufen sie im Tierheim an, was anderes machen wir auch nicht.

Tierheim angerufen

Anrufbeantworter: Bei Wildtieren rufen sie die Polizei an.

Nach knapp 4 Stunden und 20km Auto fahren hab ich fertig.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Fahrzeug online abmelden

Ende 2021